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Vernissage Steigenberger Remarque Hotel, Osnabrück

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Tanz im Mittelpunkt: Aquarelle von Erika Rauschning

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Osnabrücker Zeitung Autor: Tom Bullmann 04. April 2013 08:30 Uhr Ausstellung im Hotel Remarque

Foto: Elvira Parton

Osnabrück. Zurzeit ist Erika Rauschning omnipräsent im Steigenberger-Hotel Remarque: 

In den Konferenz- und Gesellschaftsräumen hängen bereits seit der Eröffnung des Hotels Dauerleihgaben der Osnabrücker Künstlerin. Zusätzlich wurde jetzt im Foyer eine Ausstellung eröffnet, die unter dem Titel „Tanz ums Leben“ zahlreiche Aquarelle und einige Gouachen neueren Datums präsentiert.

Erika Rauschning lebt für ihre Kunst. Auch wenn die 90-Jährige sich momentan mehr mit Lyrik als mit Malerei beschäftigt, merkt man ihr die Energie und Lebensfreude an, die sie mit ihren Bildern transportiert. Daher wundert es den Betrachter nicht, dass sie Motive für ihre Aquarelle wählt, die den menschlichen Körper in Bewegung zeigt: beim Tanz. Dabei steht nicht der klassische Tanz, das Ballett im Fokus, bei dem die Protagonistinnen in Tutu und die männlichen Akteure in hautengen Trikots ihre Sprünge und Pirouetten absolvieren. Rauschnings Tänzer betreiben eine freiere Form – was sich auch in den Darstellungen widerspiegelt.

In roten oder blauen Kostümen fliegen sie durch die Luft oder bewegen sich in Paarformation, verlieren sich im Raum. Dabei löst sich die Malerin von der realistischen Darstellung, abstrahiert. Mit schnellem Pinsel brachte Rauschning den „Tanz ums Leben“ auf das Papier: „Verzichten Sie auf Vorzeichnungen“, habe ihr Lehrer Oskar Kokoschka sie einst aufgefordert. Daran halte sie sich bis heute. So bewahre sie sich eine gewisse Leichtigkeit. Durch Skizzen und Vorentwürfe gehe nur die Lebendigkeit verloren.

Dann erinnert sie sich daran, wie sie früher ihre nicht gegenständlichen, großformatigen Bilder in Öl und Acryl gemalt hat, die als Dauerleihgaben in den Konferenzräumen des Hotels hängen. Die Leinwand habe auf dem Boden gelegen, und sie sei umhergesprungen, um die Farbe zu platzieren, die Komposition zu realisieren.

Doch fällt ihr das Schreiben von Gedichten, mit dem sie sich zurzeit beschäftigt, offenbar leichter. In zahlreichen Ausstellungen hat Rauschning in der vergangenen Zeit Lyrik und Malerei miteinander verbunden. „Hier im Remarque sind die Räumlichkeiten nicht so gut geschaffen für die Kombination von Bild und Text“, sagt die Künstlerin. Aber ihre Tänzerinnen und Tänzer wollte sie unbedingt einmal in Foyer des Hotels sehen. Neben den Aquarellen wurden hier auch einige Gouachen gehängt, in denen Rauschning Mensch und Bewegung thematisiert. Figurengruppen treten zueinander in Kontakt, kommunizieren, tauschen sich aus.

Steigenberger-Hotel Remarque: „Tanz ums Leben“. Aquarelle und Gouachen von Erika Rauschning

ON (Osnabrücker Nachrichten), 20.03.2013, von W. Hülsmann: